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Leistungen

PET-CT

PET-CT Wiesbaden FrankfurtKinder-PET-CTPET/CT (Abkürzung für Positronen-Emissions-Tomographie und Computertomographie) ist das derzeit modernste bildgebende Verfahren in der Tumor- und Demenzdiagnostik. Die Kombination von PET und CT in einem Gerät erlaubt es, Tumore, Entzündungen oder neurologische Störungen früher und genauer sichtbar zu machen, als das mit allen bisherigen Verfahren möglich war.

Bei der PET-Untersuchung  erhalten die Patienten eine geringe Menge einer radioaktiv markierten Substanz, meistens Fluorodeoxyglucose, ein geringfügig verändertes Traubenzuckermolekül. Diese Substanz reichert sich im Organismus an Stellen intensiver Stoffwechselaktivität an. Weil Tumorzellen in der Regel einen hohen Stoffwechsel haben und viel mehr Zucker verbrauchen als gesunde Zellen, reichert sich die Substanz dort vermehrt an. Die krankhaften Zellen werden dann auf dem PET-Bild als leuchtende Punkte sichtbar.

Gleichzeitig stellt die Computertomographie die Anatomie des Körpers dreidimensional dar.

Anschließend werden die PET- und CT-Bilder im Gerät miteinander verschmolzen. Damit lassen sich auch kleinste Tumore schon sehr früh entdecken. Außerdem kann sicher festgestellt werden, ob die Tumore gut- oder bösartig sind.

Durch die frühzeitige Diagnose kann der behandelnde Arzt anschließend die für den Patienten beste Behandlung wählen: ob Operation, Chemotherapie, Bestrahlung oder eine Kombination verschiedener Behandlungsmöglichkeiten. Eine PET/CT-Verlaufskontrolle kann zeigen, ob der Patient auf die Behandlung anspricht.

Außerdem ist die PET/CT-Untersuchung bei zahlreichen Gehirnerkrankungen die derzeit empfindlichste Methode. So lassen sich damit Demenzerkrankungen bereits feststellen, wenn andere Verfahren noch keine Auffälligkeiten zeigen. Eine frühzeitige Diagnose ist gerade bei der Alzheimer-Demenz wichtig, weil nur eine rechtzeitige Therapie den Krankheitsverlauf verlangsamen kann. Auch andere Gehirnerkrankungen wie Parkinson kann das Gerät bereits erkennen, wenn der Patient noch kaum Beschwerden hat.

Bild: PET/CT bei einem Ösophagus-Karzinom (Speiseröhrenkrebs): links das CT, rechts das PET, in der Mitte die verschmolzenen Bilder – das PET/CT. Der leuchtende Punkt links ist der Ursprungstumor, der kleinere Punkt rechts eine Metastase in einem Lymphknoten.

Bild: PET/CT bei einem Ösophagus-Karzinom (Speiseröhrenkrebs): links das CT, rechts das PET, in der Mitte die verschmolzenen Bilder – das PET/CT. Der leuchtende Punkt links ist der Ursprungstumor, der kleinere Punkt rechts eine Metastase in einem Lymphknoten.

Das PET/CT-Verfahren wird vor allem in der Diagnostik folgender Tumorarten eingesetzt:

– Lungenkrebs (Bronchialkarzinom), Lungenrundherd
– Dickdarm- und Mastdarmkrebs (Kolorektales Karzinom)
– Brustkrebs (Mammakarzinom)
– Prostatakrebs (Prostatakarzinom)
– Schwarzer Hautkrebs (Malignes Melanom)
– Malignes Lymphom (Morbus Hodgkin und Non-Hodgkin-Lymphom)
– Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom)
– Schilddrüsenkrebs  (Schilddrüsenkarzinom)
– Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)
– neuroendokrine Tumore (z.B. Karzinoid)
– Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
– Kopf- / Halstumore
– Knochen- / Weichteiltumore
– Hodenkrebs
– Hirntumore
– Untersuchung von Metastasen bei unbekanntem Primärtumor (CUP-Syndrom)

Das PET/CT-Verfahren wird außerdem eingesetzt zur:

– Entzündungssuche (Fieber unklarer Genese)
– Früherkennung von Demenzen wie Morbus Alzheimer
– Unterscheidung verschiedener Demenzformen
– Diagnostik von Bewegungsstörungen
– Epilepsie

 

 

Radiojodtherapie

Die Radiojodtherapie ist ein nuklearmedizinisches Therapieverfahren zur Behandlung unterschiedlicher Schilddrüsenerkrankungen. Sie gilt als besonders schonende Alternative zur Operation. Die Radiojodtherapie wird bei verschiedenen Formen der Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) wie z.B. der Basedow-Krankheit (Morbus Basedow), autonomen Funktionsstörungen der Schilddrüse (z.B. autonomes Adenom) oder bestimmten Formen des Schilddrüsenkrebses (papilläres oder follikuläres Karzinom) eingesetzt. Auch eine vergrößerte Schilddrüse (Struma) kann damit behandelt werden.

Die Radiojodtherapie ist eine Strahlenbehandlung, bei der radioaktives Jod 131 verabreicht wird. Der Vorteil dabei ist, dass die Substanz ausschließlich von der Schilddrüse aufgenommen wird und nur dort wirkt.

Muss die Schilddrüse wegen eines Karzinoms operativ entfernt werden, wird meistens ca. drei Wochen später eine Radiojodtherapie durchgeführt. Damit können die verbliebenen Reste vom gesunden Schilddrüsengewebe entfernt und übrig gebliebenes bösartiges Gewebe zerstört werden.

 

Untersuchungs- und Therapieablauf

In einer vorbereitenden Untersuchung (Blutuntersuchung, Ultraschall und Szintigraphie der Schilddrüse) wird zunächst festgestellt, ob eine Radiojodtherapie bei Ihnen notwendig ist.

Falls ja, nehmen wir Sie stationär in die DKD Helios Klinik auf. Nach einem Radiojodtest wird Ihnen radioaktives Jod in Form einer oder mehrerer kleiner Kapseln verabreicht. Die Dosis wird individuell berechnet, die Substanz gut vertragen, nur wenige Patienten bemerken leichte Halsschmerzen, die dann aber nach wenigen Tagen verschwinden.

An den Folgetagen messen wir die Strahlungsaktivität in der Schilddrüse. Ist sie bis zu einem bestimmten Wert abgeklungen, können wir Sie wieder nach Hause entlassen, in der Regel nach drei bis sieben Tagen.
Während Ihres stationären Aufenthaltes dürfen Sie aus Strahlenschutzgründen leider keinen Besuch empfangen und die Station nicht verlassen. Sie haben jedoch regelmäßigen Kontakt zu Ärzten, Pflegepersonal und natürlich Ihren Mitpatienten. Außerdem stehen Ihnen Telefon, Fernsehen und Internetanschluss (WLAN) zur Verfügung.

 

Vorbereitung und danach

Manche Patienten müssen vor der Therapie ein Schilddrüsenhormon einnehmen. Ob dies notwendig ist, erfahren Sie bei der Terminvergabe.

Bitte vermeiden Sie vor der Therapie die Aufnahme größerer Mengen Jod (z.B. in Röntgen-Kontrastmittel oder im Medikament Amiodaron).

In der Regel beträgt die Aufenthaltsdauer drei bis sieben Tage.

Die therapeutische Wirkung tritt in der Regel erst nach einigen Wochen ein. Deshalb sind nach der Radiojodtherapie Nachsorgeuntersuchungen notwendig, die Sie bei uns oder Ihrem behandelnden Arzt durchführen lassen können.

Wenn Sie weitere Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an!

Radioliganden-Therapie (PSMA)

Lu177-PSMA-Therapie

RLT (Radio-Liganden-Therapie) von therapierefraktären, d.h. auf Hormontherapie nicht mehr ansprechenden, metastasierten Prostatakarzinomen mit Lutetium-177 PSMA

Prof. R.P. Baum führte die weltweit ersten Therapie mit Lu177-PSMA bei Prostatakrebs durch und hat erfolgreich bereits tausende Patienten mit dieser Methode behandelt. Wir bieten mit Prof. R. P. Baum zudem Krebstherapien mit Lu177-DOTATOC bei neuroendokrinen Tumoren an.

1. Welche Tumoren können behandelt werden?

Es können alle Metastasen behandelt werden, die PSMA (Prostata-Spezifisches Membran-Antigen) auf der Oberfläche der Krebszelle aufweisen. Festgestellt wird dies durch die PSMA-PET/CT (Positronen-Emissions-Tomographie), eine notwendige Voruntersuchung, die zuvor in der Praxis durchgeführt wird. Durch die PET/CT ist es möglich, die Zahl der Andockstellen für die nachfolgende Therapie auf den Tumorzellen/Metastasen anhand sogenannter Uptake-Werte (SUV) genau zu bestimmen und damit vorherzusagen, ob eine Lu177-Therapie überhaupt sinnvoll ist und mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Erfolg erzielt werden kann: THERANOSTIKPrinzip – bestrahlt wird gezielt das, was vorher im PET/CT sichtbar ist.

 

2. Wirkungsweise der Lutetium-177 PSMA Therapie

Die Radio-Liganden-Therapie (RLT) dient zur nuklearmedizinischen Behandlung von PSMA-positiven, meist hormonresistenten Metastasen bzw. Tumorrezidiven, die auf andere Behandlungsmethoden (Hormontherapie, perkutane Strahlentherapie oder Chemotherapie) nicht mehr ansprechen. Hierzu wird ein mit dem Betastrahler Lu-177 markiertes Molekül (Ligand, PSMA-Inhibitor) verwendet. Die Reichweite des Beta-Strahlers Lutetium-177 beträgt im Gewebe ca. 2 mm, behandelt werden können aber auch sehr große Tumore, da das Molekül in praktisch jede Tumortiefe vordringt. Gesundes Gewebe wird weitestgehend geschont.

Das mit dem Betastrahler markierte Molekül wird in eine Armvene appliziert und reichert sich sehr schnell in den vorher durch die PSMA PET/CT nachgewiesenen Metastasen bzw. Tumorrezidiven oder auch im Primärtumor an – das was vorher im PET/CT sichtbar ist, wird auch bestrahlt – im Englischen we see what we treat. Der Therapie-Effekt hängt somit von der Speicherintensität im PET/CT ab. Durch den Therapiestrahler wird die DNA der Tumorzellen zerstört, wodurch sich die Tumorbefunde zurückbilden (in ca. 70 %) oder zumindest in ihrem Wachstum gebremst werden (in ca. 15 %). In wenigen Fällen werden die Tumorzellen völlig vernichtet.

 

3. Therapieablauf

Die Dauer der stationären Aufnahme in der DKD beträgt 2 bis 3 Tage. Während Ihres stationären Aufenthaltes dürfen Sie aus Strahlenschutzgründen leider keinen Besuch empfangen und die Station nicht verlassen. Sie haben jedoch regelmäßigen Kontakt zu Ärzten, Pflegepersonal und natürlich Ihren Mitpatienten. Außerdem stehen Ihnen Telefon, Fernsehen und Internetanschluss (WLAN) zur Verfügung.

Bevor die Therapie durchgeführt wird, erfolgen notwendige Untersuchungen (Laborkontrolle einschl. PSA-Bestimmung, Ganzkörper-PSMA PET/CT, evtl. Nieren- oder Speicheldrüsenszintigraphie, Sonographie, urologische Vorstellung). Die Untersuchungsergebnisse werden vor der Behandlung ausführlich besprochen.

Am Therapietag müssen mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit getrunken werden, um die Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten (beschleunigte Ausscheidung). Die Gabe der Therapiesubstanz Lutetium-177 PSMA erfolgt intravenös über eine Armvene und dauert nur wenige Minuten. Die nicht an die Metastasen/Tumoren angedockte, überschüssige Therapiesubstanz wird überwiegend renal ausscheiden. Zur Verringerung der Nierenbelastung erfolgt eine Infusionstherapie (parenterale Flüssigkeitszufuhr). Übelkeit trat nach der Therapie extrem selten auf.

Nach Injektion der Therapiesubstanz muss der Patient für 48 Stunden auf der Therapiestation verbleiben (dies ist eine gesetzliche Vorschrift, die nicht verhandelt werden kann).

Die Kontrolle der Anreicherungsintensivität in den Metastasen sowie Messungen zum Abbau der Therapiesubstanz im übrigen Körper erfolgen in der Praxis für Nuklearmedizin als szintigraphische Ganzkörperaufnahmen sowie mittels einer SPECT/CT (Tomographie/- Schichtuntersuchung) der Tumorregionen.

Die Therapie wird üblicherweise nach 8 bis 12 Wochen wiederholt. Vor einem erneuten Therapiekursus erfolgt eventuell eine PSMA-PET/CT zur Erfolgskontrolle.

Lu177-PSMA-Therapie in Wiesbaden

 

4. Potentielle Nebenwirkungen

Die Zahl der roten Blutkörperchen (Erythrozyten), der Blutplättchen (Thrombozyten) und der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) kann abnehmen. Deshalb muss das Blutbild nach der Therapie in bestimmten Zeitabständen kontrolliert werden. Auch nach mehrmaliger Therapie wurde gibt es in der Regel keine Einschränkung der Nierenfunktion, die renale Funktion wird überwacht. Aufgrund einer Anreicherung in den Tränen- und Speicheldrüsen kann es zu einer radiogenen Sialadenitis (Mundtrockenheit) kommen (dies wurde bisher nur selten beobachtet). Es können (theoretisch) allergische Reaktionen unter der Verabreichung auftreten (bisher nie). Langzeitnebenwirkungen oder schädliche Langzeiteffekte sind bisher nicht aufgetreten/bekannt.

 

5. Die Therapie kann nicht angewendet werden bei folgenden Erkrankungen:

– Akute Infektionen mit Fieber
– Hochgradige Knochenmarkinsuffizienz
– Hochgradige Niereninsuffizienz
– Herzinfarkt innerhalb der letzten 6 Wochen
– Rasch progrediente Zweitmalignome

 

Kontakt: Prof. Dr. med. Richard P. Baum, CURANOSTICUM Wiesbaden-Frankfurt
E-Mail: baum@curanosticum.de

 

 

Publikationen (Auswahl)

Baum RP, Kulkarni HR, Volkmer B, Bohuslavizki KH, Schuchardt C, Klette I, Singh A, Wester HJ
Theranostik des metastasierten Prostatakarzinoms mittels Lu-177 PSMA-Liganden in Kombination mit Ga-68 PSMA PET/CT
Nuklearmediziner 2015; 38:145-152

 Baum RP, Kulkarni HR, Schuchardt C, Singh A, Wirtz M, Wiessalla S, Schottelius M, Mueller D,Klette I, Wester HJ
177Lu-Labeled Prostate-Specific Membrane Antigen Radioligand Therapy of Metastatic Castration-Resistant Prostate Cancer: Safety and Efficacy
J Nucl Med. 2016l;57:1006-13

Kulkarni HR, Singh A, Schuchardt C, Niepsch K, Sayeg M, Leshch Y, Wester HJ, Baum RP
PSMA-Based Radioligand Therapy for Metastatic Castration-Resistant Prostate Cancer: The Bad Berka Experience Since 2013
J Nucl Med. 2016;57(Suppl 3):97S-104S

Kulkarni HR, Singh A, Langbein T, Schuchardt C, Mueller D, Zhang J, Lehmann C, Baum RP
Theranostics of prostate cancer: from molecular imaging to precision molecular radiotherapy targeting the prostate specific membrane antigen
Br J Radiol. 2018; 91(1091):20180308

Rahbar K, Ahmadzadehfar H, Kratochwil C, Haberkorn U, Schäfers M, Essler M, Baum RP, Kulkarni HR, Schmidt M, Drzezga A, Bartenstein P, Pfestroff A, Luster M, Lützen U, Marx M, Prasad V, Brenner W, Heinzel A, Mottaghy FM, Ruf J, Meyer PT, Heuschkel M, Eveslage M, Bögemann M, Fendler WP, Krause BJ
German Multicenter Study Investigating 177Lu-PSMA-617 Radioligand Therapy in Advanced Prostate Cancer Patients
J Nucl Med. 2017;58:85-90

Fendler WP, Kratochwil C, Ahmadzadehfar H, Rahbar K, Baum RP, Schmidt M, Pfestroff A, Lützen U, Prasad V, Heinzel A, Heuschkel M, Ruf J, Bartenstein P, Krause BJ
Therapie mit 177Lu-PSMA-617, Dosimetrie und Nachsorge beim metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom
Nuklearmedizin. 2016 Jun 28;55:123-8

Radiorezeptor-Therapie (DOTATOC)

Lu-177-DOTATOC- oder Y-90-DOTATOC-Therapie

PRRT (Peptid-Radio-Rezeptor-Therapie) von Somatostatin-Rezeptor-positiven malignen Tumoren mit einem mit dem radioaktiven Betastrahler Yttrium-90 oder Lutetium-177 markierten Peptid DOTATOC.

Prof. R. P. Baum führte deutschlandweit die meisten Krebstherapien mit Lu177-DOTATOC bei neuroendokrinen Tumoren durch.

 

1. Welche Tumoren können behandelt werden?

Es können Tumoren und Metastasen behandelt werden, die einen vermehrten Somatostatin-Rezeptor-Besatz auf der Oberfläche der Krebszelle aufweisen. Festgestellt wird dieser Rezeptorbesatz durch die DOTATOC-PET/CT, eine notwendige Voruntersuchung, die zuvor in der Praxis durchgeführt wird. Durch die PET/CT ist es möglich, die Zahl der Andockstellen für die nachfolgende Therapie auf den Tumorzellen/Metastasen anhand sogenannter Uptake-Werte (SUV) genau zu bestimmen und damit vorherzusagen, ob eine Lu177-DOTATOC- oder Y90-DOTATOC-Therapie überhaupt sinnvoll ist und mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Erfolg erzielt werden kann: THERANOSTIKPrinzip – bestrahlt wird gezielt das, was vorher im PET/CT sichtbar ist.

 

2. Wirkungsweise der Lu-177/Y-90-DOTATOC Therapie

Die PRRT dient zur nuklearmedizinischen Behandlung von Somatostatinrezeptor-positiven Metastasen bzw. Tumorrezidiven, die auf andere Behandlungsmethoden nicht mehr ansprechen. Hierzu wird ein mit dem Betastrahler Lu-177 oder Y-90 markiertes Molekül verwendet. Die Reichweite z.B. des Beta-Strahlers Lutetium-177 beträgt im Gewebe ca. 2 mm, behandelt werden können aber auch sehr große Tumore, da das Molekül in praktisch jede Tumortiefe vordringt. Durch die geringe Reichweite kann gesundes Gewebe weitestgehend geschont werden. Das mit dem Betastrahler markierte Molekül wird in eine Armvene appliziert und reichert sich sehr schnell in den vorher durch die DOTATOC-PET/CT nachgewiesenen Metastasen bzw. Tumorrezidiven oder auch im Primärtumor an – das was vorher im PET/CT sichtbar ist, wird auch bestrahlt – im Englischen we see what we treat. Der Therapie-Effekt hängt somit von der Speicherintensität im PET/CT ab. Durch den Therapiestrahler wird die DNA der Tumorzellen zerstört, wodurch die Tumorbefunde in ihrem Wachstum gebremst, oder sich zurückbilden sollen.

 

3. Therapieablauf

Die Dauer der stationären Aufnahme in der DKD beträgt ca. 3-4 Tage. Während Ihres stationären Aufenthaltes dürfen Sie aus Strahlenschutzgründen leider keinen Besuch empfangen und die Station nicht verlassen. Sie haben jedoch regelmäßigen Kontakt zu Ärzten, Pflegepersonal und natürlich Ihren Mitpatienten. Außerdem stehen Ihnen Telefon, Fernsehen und Internetanschluss (WLAN) zur Verfügung.

Bevor die Therapie durchgeführt wird, erfolgen notwendige Untersuchungen (Laborkontrolle, Ganzkörper-DOTATOC-PET/CT, evtl. Nieren- oder Speicheldrüsenszintigraphie, Sonographie). Die Untersuchungsergebnisse werden vor der Behandlung ausführlich besprochen.

Am Therapietag müssen mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit getrunken werden, um die Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten (beschleunigte Ausscheidung).

Die Gabe der Therapiesubstanz  erfolgt intravenös über eine Armvene und dauert nur  wenige Minuten. Die nicht an die Metastasen/Tumoren angedockte, überschüssige Therapiesubstanz wird überwiegend renal ausscheiden. Zur Verringerung der Nierenbelastung erfolgt eine Infusionstherapie (parenterale Flüssigkeitszufuhr). Übelkeit trat nach der Therapie extrem selten auf.

Nach Injektion der Therapiesubstanz muß der Patient mindestens für 48 Stunden auf der Therapiestation verbleiben (dies ist eine gesetzliche Vorschrift, die nicht verhandelt werden kann).

Die Kontrolle der Anreicherungsintensivität in den Metastasen sowie Messungen zum Abbau der Therapiesubstanz im übrigen Körper erfolgen in der Praxis für Nuklearmedizin als szintigraphische Ganzkörperaufnahmen sowie mittels einer SPECT/CT (Tomographie/-Schichtuntersuchung) der Tumorregionen.

Die Therapie wird üblicherweise im Abstand von 3-4 Monaten mehrfach wiederholt. Vor einem erneuten Therapiekursus erfolgt meist eine DOTATOC-PET/CT zur Erfolgskontrolle.

 

4. Potentielle Nebenwirkungen

Die Zahl der roten Blutkörperchen (Erythrozyten), der Blutplättchen (Thrombozyten) und der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) kann abnehmen. Deshalb muss das Blutbild nach der  Therapie in bestimmten Zeitabständen kontrolliert werden. Auch nach mehrmaliger Therapie wurde gibt es in der Regel keine Einschränkung der Nierenfunktion, die renale Funktion wird überwacht. Aufgrund einer Anreicherung in den Tränen- und Speicheldrüsen kann es zu einer radiogenen Sialadenitis (Mundtrockenheit) kommen (dies wurde bisher nur selten beobachtet). Es können (theoretisch) allergische Reaktionen unter der Verabreichung auftreten (bisher nie). Langzeitnebenwirkungen oder schädliche Langzeiteffekte sind bisher nicht aufgetreten/bekannt.

 

5. Die Therapie kann nicht angewendet werden bei folgenden Erkrankungen:

– Akute Infektionen mit Fieber
– Hochgradige Knochenmarkinsuffizienz
– Hochgradige Niereninsuffizienz
– Herzinfarkt innerhalb der letzten 6 Wochen
– Rasch progrediente Zweitmalignome 

 

Kontakt: Prof. Dr. med. Richard P. Baum, CURANOSTICUM Wiesbaden-Frankfurt
E-Mail: baum@curanosticum.de

Schilddrüsendiagnostik und -Therapie

Die Schilddrüse ist ein schmetterlingsförmiges Organ, das im vorderen Halsbereich liegt. Sie stellt die lebenswichtigen Schilddrüsenhormone her. Die häufigste Schilddrüsenerkrankung in Deutschland ist der „Kropf“, eine Vergrößerung und/oder knotige Veränderung der Schilddrüse. Ursache hierfür ist meist Jodmangel. Daneben kommen häufig Immunerkrankungen der Schilddrüse vor und weniger häufig Schilddrüsenkrebs. Ein zu hoher oder zu niedriger Spiegel von Schilddrüsenhormonen führt zu Funktionsstörungen in den verschiedensten Organen. Eine Überfunktion der Schilddrüse kann sich äußern in Nervosität, Schlafstörungen, Schwitzen, Herzrasen oder Gewichtsabnahme. Eine Unterfunktion kann sich z.B. in Frieren oder Müdigkeit äußern.

Mit dem Schilddrüsenultraschall können die Größe der Schilddrüse sowie verschiedene Erkrankungen der Schilddrüse nachgewiesen werden. Dazu zählen Schilddrüsenknoten sowie eine Entzündung oder Vergrößerung der Schilddrüse. Auch zur Therapiekontrolle und zur Tumorsuche kann ein Ultraschall notwendig werden. Als besonderes Verfahren bieten wir die Ultraschall-Elastographie von Knoten an, womit untersucht werde kann, wie hart oder weich ein Knoten ist. Das kann bei der Beurteilung der Gut- oder Bösartigkeit eines Knotens helfen.

Die Schilddrüsenszintigraphie zeigt die schmetterlingsförmige Darstellung der Schilddrüse

Bild: Die Schilddrüsenszintigraphie zeigt die schmetterlingsförmige Darstellung der Schilddrüse

Die Schilddrüsenszintigraphie ist eine nuklearmedizinische Untersuchung, bei der die Funktion von Schilddrüsenknoten und der gesamten Schilddrüse dargestellt werden kann. Dazu wird Ihnen eine geringe Menge einer schwach radioaktiven Substanz verabreicht, die sich in der Schilddrüse anreichert und Strahlen aussendet. Diese können dann mit einer Gamma-Kamera als Bild (Szintigramm) gemessen werden.

Mit der Untersuchung ist es möglich, knotige Veränderungen der Schilddrüse zu beurteilen und festzustellen, ob normale, kalte oder heiße Knoten vorliegen. „Heiße“ Knoten arbeiten zuviel und können eine Überfunktion verursachen. „Kalte“ Knoten arbeiten zuwenig und können bösartig sein. Eine Szintigraphie der Schilddrüse wird dann notwendig, wenn in der Ultraschalluntersuchung Knoten in der Schilddrüse festgestellt wurden oder wir zusätzliche Informationen zur Schilddrüsenfunktion benötigen.

 

Untersuchungsablauf

Um abzuklären, ob Ihre Schilddrüse erkrankt ist, befragen wir Sie zunächst, welche Beschwerden Sie haben und welche Medikamente Sie einnehmen.  Anschließend untersuchen wir Sie körperlich. Meistens nehmen wir Ihnen Blut ab, um z.B. Schilddrüsenhormone und Antikörper zu bestimmen. Die Laborwerte zeigen an, ob eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse vorliegt und können zudem Hinweise auf die Ursache der Funktionsstörung geben.

Schilddrüsenultraschall

Die Untersuchung findet liegend statt. Falls sie Auffälligkeiten zeigt, kann eine Szintigraphie notwendig sein, um den Befund näher abzuklären.

Schilddrüsenszintigraphie

Zunächst wird Ihnen eine geringe Menge einer schwach radioaktiven Substanz injiziert. Die Substanz reichert sich kurz darauf in den Schilddrüsenzellen an.

Die verwendeten Substanzen werden sehr gut vertragen, allergische Reaktionen sind nicht bekannt. Die Strahlenbelastung ist gering und schnell wieder abgebaut.

Etwa fünfzehn Minuten später werden mit einer sogenannten Gamma-Kamera Bilder von der Schilddrüse aufgezeichnet. Die Aufnahmen dauern ca. fünf bis zehn Minuten.

 

Bild 1: die Schilddrüsenszintigraphie zeigt einen vermehrt arbeitenden “heißen” Knoten in der Schilddrüse (links im Bild), das gesunde Gewebe ist unterdrückt

Bild 1: die Schilddrüsenszintigraphie zeigt einen vermehrt arbeitenden “heißen” Knoten in der Schilddrüse (links im Bild), das gesunde Gewebe ist unterdrückt

Bild 2: das gesunde Gewebe arbeitet nach einer Radiojodtherapie wieder, der sogenannte “heiße” Knoten nicht mehr

Bild 2: das gesunde Gewebe arbeitet nach einer Radiojodtherapie wieder, der sogenannte “heiße” Knoten nicht mehr

 

Schilddrüsenpunktion

Liegt ein kalter Knoten in der Schilddrüse vor, der bösartig sein könnte, ist häufig eine Gewebeprobe sinnvoll. Wie bei einer Blutentnahme werden dabei mit einer sehr feinen Nadel einige Zellen entnommen und mikroskopisch untersucht.

 

Vorbereitung und danach

Sie brauchen nicht nüchtern zu sein.

Bitte nehmen Sie Ihre Schilddrüsenmedikamente am Untersuchungstag nicht ein.

Informieren Sie uns bitte über hohe Jodbelastungen (z.B. Kontrastmittel beim Röntgen/CT, Cordarex), die Szintigraphie wird dadurch behindert.

Das Untersuchungsergebnis werden wir schnellstmöglich an Ihren behandelnden Arzt übermitteln. Dieser wird Sie dann zur Besprechung des Ergebnisses und einer eventuellen Therapie kontaktieren.

Wenn Sie weitere Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an!

Herzszintigraphie
Bild: dargestellt ist die Durchblutung des Herzens in verschiedenen Schnittebenen – oben die Bilder unter Belastung, unten die Bilder in Ruhe

Bild: dargestellt ist die Durchblutung des Herzens in verschiedenen Schnittebenen – oben die Bilder unter Belastung, unten die Bilder in Ruhe

Die Herz- oder Myokardszintigraphie ist eine nuklearmedizinische Untersuchung des Herzmuskels. Damit können Durchblutungsstörungen des Herzens frühzeitig nachgewiesen werden.

Die koronare Gefäßerkrankung ist die häufigste Ursache für solche Durchblutungsstörungen. Dabei können Ablagerungen die Herzkranzgefäße verengen und einen Herzinfarkt auslösen.

Bei der Herzszintigraphie wird Ihnen eine geringe Menge einer schwach radioaktiven Substanz verabreicht. Entsprechend der Durchblutung reichert sie sich im Herzmuskel an und sendet Strahlen aus. Diese können dann mit einer Gamma-Kamera als Bild (Szintigramm) gemessen werden und zwar einmal bei körperlicher Belastung und einmal bei Ruhe.

 

Untersuchungsablauf

Belastungsteil

Zunächst werden Sie auf einem Fahrradergometer oder medikamentös belastet.

Dann wird Ihnen eine geringe Menge einer schwach radioaktiven Substanz injiziert, die sich anschließend entsprechend der Durchblutung im Herzmuskel anreichert. Die verwendeten Substanzen werden sehr gut vertragen, allergische Reaktionen sind nicht bekannt. Die Strahlenbelastung ist gering und schnell wieder abgebaut.

Nach der Injektion sollten Sie bitte fettreich frühstücken und von uns bereitgestelltes Sprudelwasser trinken. Das ist notwendig, damit sich die Gallenblase entleert, was die Bildqualität entscheidend verbessert.

Nach einer kurzen Wartezeit von ca. zwanzig bis dreißig Minuten werden dann sogenannte Szintigramme, d.h. Bilder vom Herzen mit einer Gamma-Kamera aufgenommen. Dies dauert nur wenige Minuten.

Ruheteil

Die Untersuchung wird noch einmal, diesmal jedoch ohne vorherige körperliche Belastung durchgeführt (bei manchen Patienten ist dieser Teil nicht mehr notwendig).

Die beiden Untersuchungen finden meistens an einem Tag statt.

 

Vorbereitung und danach

Bitte nehmen Sie am Untersuchungstag und am Abend zuvor keine Herz-, Blutdruck- oder koffeinhaltigen Medikamente ein.

Achtung: Manche Medikamente müssen Sie nach Absprache mit ihrem Hausarzt oder Kardiologen eine Zeit lang vorher absetzen. Hierbei handelt es sich besonders um manche Betablocker und Nitropräparate. Bitte setzen Sie diese Medikamente nicht eigenmächtig und ohne ärztliche Rücksprache ab. Findet die Ruheuntersuchung an einem anderen Tag statt, können Sie Ihre Medikamente an diesem Tag wie gewohnt einnehmen.

Bitte frühstücken Sie nur wenig (halbes Brötchen, keine Banane, keine Schokolade).

Bitte trinken Sie morgens NICHT: Kaffee, schwarzen oder grünen Tee, Cola, Kakao (auf diese Getränke sollte am besten schon am Vortag verzichtet werden).

Bitte bringen Sie eine fettreiche Mahlzeit mit (z.B. Käse- oder Wurstbrötchen); nach der Injektion können Sie auch in der Cafeteria der DKD Helios Klinik frühstücken.

Bitte tragen Sie bequeme Kleidung und Schuhe zum Fahrradfahren.

Bitte bringen Sie ein Handtuch mit.

Das Untersuchungsergebnis werden wir schnellstmöglich an Ihren behandelnden Arzt übermitteln. Dieser wird Sie dann zur Besprechung des Ergebnisses und einer eventuellen Therapie kontaktieren.

Wenn Sie weitere Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an!

 
Download „Patienteninformation Herzszintigraphie“ (PDF)

Knochenszintigraphie
Skelettszintigraphie ohne krankhaften Befund

Bild: Skelettszintigraphie ohne krankhaften Befund

Die Skelett- oder Knochenszintigraphie ist eine nuklearmedizinische Untersuchung, mit der sich krankhafte Veränderungen des Skeletts nachweisen lassen. Dazu wird eine geringe Menge einer schwach radioaktiven Substanz verabreicht. Das Arzneimittel reichert sich im Knochensystem an und sendet Strahlen aus. Diese werden anschließend mit einer Gamma-Kamera als Bild (Szintigramm) aufgenommen.

Mit dieser Untersuchung lassen sich krankhafte Veränderungen des Skeletts wie Entzündungen, Knochenbrüche, Verschleißerscheinungen, Knochentumore oder Knochenmetastasen eines Tumors sehr gut und frühzeitig nachweisen. Mit der Untersuchung lassen sich auch Lockerungen von Gelenkprothesen feststellen.

 

Untersuchungsablauf

Zunächst wird Ihnen eine geringe Menge einer schwach radioaktiven Substanz injiziert, die sich dort verstärkt anreichert, wo der Knochenstoffwechsel erhöht ist.

Die verwendeten Substanzen werden sehr gut vertragen, allergische Reaktionen sind nicht bekannt. Die Strahlenbelastung ist gering und schnell wieder abgebaut.

Danach werden etwa zwanzig Minuten lang erste Bilder vom Skelett mit einer Gamma-Kamera  aufgenommen.

Weil der Knochenstoffwechsel relativ träge ist, werden rund zwei bis drei Stunden später erneut Bilder vom Skelett aufgenommen.

Die Untersuchung dauert einschließlich Wartezeit ca. drei bis vier Stunden. Die Wartezeit müssen Sie nicht in der Praxis verbringen. Sie können auch zwischendurch zur Arbeit, in die Cafeteria oder nach Hause gehen.

 

Vorbereitung und danach

Sie brauchen nicht nüchtern zu sein und können Ihre Medikamente wie gewohnt einnehmen.

Nach der Injektion der schwach radioaktiven Substanz trinken Sie bitte mindestens einen halben Liter Wasser.

Kurz vor den Bildaufnahmen entleeren Sie bitte die Harnblase. Patienten mit Urinbeutel legen bitte einen neuen Beutel an.

Das Untersuchungsergebnis werden wir schnellstmöglich an Ihren behandelnden Arzt übermitteln. Dieser wird Sie dann zur Besprechung des Ergebnisses und einer eventuellen Therapie kontaktieren.

Wenn Sie weitere Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an!

 
Download „Patienteninformation Knochenszintigraphie“ (PDF)

Lungenszintigraphie

Eine Lungenszintigraphie ist eine nuklearmedizinische Untersuchung, mit der sich Durchblutungs- und Belüftungsverhältnisse der Lunge nachweisen lassen. Dazu wird Ihnen eine geringe Menge einer schwach radioaktiven Substanz verabreicht, die sich in der Lunge anreichert und Strahlen aussendet. Diese werden anschließend mit einer Gamma-Kamera als Bild (Szintigramm) aufgenommen.

Der häufigste Grund für eine Lungenszintigraphie ist der Verdacht auf eine Lungenembolie. Mit der Untersuchung können selbst kleinste Lungenembolien nachgewiesen werden. Die lebensbedrohlichen Embolien entstehen, wenn Blutgerinnsel Lungengefäße verschließen.

Die Lungenszintigraphie kann außerdem vor geplanten Lungenoperationen (z.B. Lungenkrebs) notwendig werden, um die zu erwartende spätere Lungenfunktion abzuschätzen. Außerdem lassen sich  mit der Untersuchung Durchblutungsveränderungen bei Erkrankungen des Herzlungenkreislaufs oder bei angeborenen Lungenfehlern berechnen.

Bild: Blick von vorne (RVL) und von hinten (LDR) auf die Lunge –  eine Lungenembolie liegt nicht vor, die Lunge ist normal durchblutet

Bild: Blick von vorne (RVL) und von hinten (LDR) auf die Lunge – eine Lungenembolie liegt nicht vor, die Lunge ist normal durchblutet

 

Untersuchungsablauf

Zunächst wird Ihnen eine geringe Menge einer schwach radioaktiven Substanz injiziert. Diese Substanz reichert sich wenig später in der Lunge an.

Die verwendeten Substanzen werden sehr gut vertragen, allergische Reaktionen sind nicht bekannt. Die Strahlenbelastung ist gering und schnell wieder abgebaut.

Anschließend werden etwa dreißig Minuten lang mit einer Gamma-Kamera Bilder von der Lunge aufgezeichnet.

Die Untersuchung dauert ca. ein bis zwei Stunden.

 

Vorbereitung und danach

Eine spezielle Vorbereitung ist nicht nötig. Sie müssen nicht nüchtern sein und können Ihre Medikamente wie gewohnt einnehmen.

Das Untersuchungsergebnis werden wir schnellstmöglich an Ihren behandelnden Arzt übermitteln. Dieser wird Sie dann zur Besprechung des Ergebnisses und einer eventuellen Therapie kontaktieren.

Wenn Sie weitere Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an!

Nierenszintigraphie
Bild: das Nierenszintigramm zeigt eine Abflussverzögerung der rechten Niere

Bild: das Nierenszintigramm zeigt einen unauffälligen Befund.

Die Nierenszintigraphie ist eine nuklearmedizinische Untersuchung, mit der sich krankhafte Veränderungen der Niere nachweisen lassen. Dazu wird Ihnen eine geringe Menge einer schwach radioaktiven Substanz verabreicht. Das Arzneimittel reichert sich in den Nieren an und sendet Strahlen aus. Entsprechend dem Funktionszustand der Nieren wird die Substanz über die Harnleiter in die Blase  ausgeschieden. Dieser Vorgang wird kontinuierlich von einer Gamma-Kamera in Bildern (Szintigramme) aufgenommen.

Die Untersuchung erlaubt Rückschlüsse auf Durchblutung, Funktion und Harnabfluss beider Nieren. Sie kann notwendig werden bei ungeklärtem Bluthochdruck, bei Verdacht auf Harnstau (z.B. Nierenstein), bei angeborenen Harnabflussstörungen, bei Tumoren und bei eingeschränkter Nierenfunktion sowie zur Kontrolle nach einer Nierentransplantation.

 

Untersuchungsablauf

Zunächst wird Ihnen eine geringe Menge einer schwach radioaktiven Substanz injiziert. Diese Substanz  reichert sich wenig später in den Nieren an.

Die verwendeten Substanzen werden sehr gut vertragen, allergische Reaktionen sind nicht bekannt. Die Strahlenbelastung ist gering und schnell wieder abgebaut.

Anschließend werden mit einer Gamma-Kamera Bilder von der Niere aufgezeichnet. Dies dauert rund dreißig bis fünfundvierzig Minuten. Während der Untersuchung wird Ihnen Blut abgenommen und eventuell ein harntreibendes Mittel gespritzt.

Die Untersuchung dauert insgesamt etwa eine Stunde.

 

Vorbereitung und danach

Bitte trinken Sie kurz vor der Untersuchung viel, mindestens einen halben bis einen Liter Wasser.

Sie brauchen nicht nüchtern sein.

Soll ein erhöhter Blutdruck abgeklärt werden, müssen bestimmte Medikamente gegebenenfalls abgesetzt werden. Ob das der Fall ist, besprechen wir im Einzelfall mit Ihnen oder dem zuweisenden Arzt.

Das Untersuchungsergebnis werden wir schnellstmöglich an Ihren behandelnden Arzt übermitteln. Dieser wird Sie dann zur Besprechung des Ergebnisses und einer eventuellen Therapie kontaktieren. Falls Sie weitere Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an!

Gehirnszintigraphie

Die  Szintigraphie der Dopamintransporterdichte (DaTSCAN) ist eine nuklearmedizinische Untersuchung, bei der die Funktionsfähigkeit bestimmter Strukturen im Gehirn, so genannter Dopamin-Transporter überprüft wird. Dazu wird eine schwach radioaktive Substanz verabreicht. Die Verteilung der Substanz im Gehirn kann anschließend mit einer Gamma-Kamera als Bild (Szintigramm) gemessen werden.

Ziel der Untersuchung ist es, eine bestehende Bewegungsstörung abzuklären. Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder Parkinsonsyndrome können mit dem DaTSCAN sehr früh sichtbar gemacht werden. Dabei kann man sie gegen harmlose Formen des „Zitterns“ (Essentieller Tremor) abgrenzen. Der essentielle Tremor gehört zu den häufigsten Bewegungsstörungen, ist keine neurologische Erkrankung und nimmt mit dem Alter zu. Parkinsonsyndrome sind dagegen dadurch gekennzeichnet, dass Nervenzellen in einem bestimmten Hirnareal zugrunde gehen oder sich verändern. Diese krankhaft veränderten Zellen lassen sich mit dem DaTSCAN nachweisen, weil sich die radioaktiv markierte Substanz dort vermindert anreichert.

Bild links: Unauffälliger Normalbefund.

Bild links: Unauffälliger Normalbefund.

Bild rechts: Es zeigt sich eine reduzierte Dopamin-Transporterdichte im Putamen als Ausdruck eines M. Parkinson.

Bild rechts: Es zeigt sich eine reduzierte Dopamin-Transporterdichte im Putamen als Ausdruck eines M. Parkinson.

 

Untersuchungsablauf

Zunächst erhalten Sie einige Tropfen des Medikamentes Irenat®, um die Schilddrüse zu schützen. Dann wird Ihnen eine geringe Menge einer schwach radioaktiven Substanz injiziert, die sich innerhalb von drei bis vier Stunden in zentralen Hirnarealen (dem Striatum) anreichert.

Die verwendeten Substanzen werden sehr gut vertragen, allergische Reaktionen sind nicht bekannt. Die Strahlenbelastung ist gering und schnell wieder abgebaut.

Nach etwa drei bis vier Stunden werden wir dann Bilder vom Gehirn mit einer sogenannten Gamma-Kamera aufnehmen. Dabei liegen Sie möglichst ruhig auf einer Untersuchungsliege, während sich die Kamera langsam um Ihren Kopf dreht. Diese Aufnahmen dauern ca. dreißig Minuten.

Für die gesamte Untersuchung sollten Sie bitte ca. fünf bis sechs Stunden einplanen. Die Wartezeit von drei bis vier Stunden müssen Sie nicht in der Praxis verbringen. Sie können zwischendurch auch zur Arbeit, in die DKD-Cafeteria oder nach Hause gehen.

 

Vorbereitung und danach

Sie müssen nicht nüchtern sein.

Ihre Medikamente können Sie wie gewohnt einnehmen. Bringen Sie bitte eine Liste Ihrer Medikamente mit.

Bitte trinken Sie viel zwischen Injektion der Substanz und den Bildaufnahmen.

Falls bereits eine Kernspintomographie (MRT) erfolgte, bringen Sie bitte die Bilder und den Befund mit.

Die radioaktiv markierte Substanz wird für jeden Patienten einzeln bestellt (Kosten: mehrere hundert Euro) und ist nicht lagerfähig. Deshalb sollten Sie Ihren Termin bitte unbedingt pünktlich einhalten oder ihn spätestens zwei Tage vorher absagen.

Das Untersuchungsergebnis wird schnellstmöglich an Ihren behandelnden Arzt übermittelt. Dieser wird Sie dann zur Besprechung des Ergebnisses und einer eventuellen Therapie kontaktieren.

Wenn Sie weitere Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an!

Nebenschilddrüsenszintigraphie

Die Nebenschilddrüsenszintigraphie ist eine nuklearmedizinische Untersuchung, mit der sich mögliche Fehlfunktionen der Nebenschilddrüse (den sogenannten Epithelkörperchen, die für Knochenstoffwechsel und Calciumhaushalt ein wichtiges Hormon produzieren) frühzeitig nachweisen lassen.

Bei der Untersuchung wird Ihnen eine geringe Menge einer schwach radioaktiven Substanz verabreicht. Das Arzneimittel reichert sich in der krankhaft veränderten Nebenschilddrüse vermehrt an und sendet Strahlen aus. Mit einer speziellen Gamma-Kamera können diese als Bild (Szintigramm) sichtbar gemacht werden.

Mit der Untersuchung können z.B. Nebenschilddrüsenknoten (Adenome) oder Hyperplasien frühzeitig festgestellt und lokalisiert werden. Dies kann die Planung chirurgischer Eingriffe deutlich erleichtern. Als Adenom bezeichnet man eine gutartige Neubildung von Drüsengewebe. Eine Hyperplasie ist eine Vermehrung des Drüsengewebes und als Folge eine verstärkte Produktion des Hormons Parathormon.

 

Untersuchungsablauf

Zunächst wird Ihnen eine schwach radioaktive Substanz injiziert. Die Substanz reichert sich wenig später in den Nebenschilddrüsen an.

Die verwendeten Substanzen werden sehr gut vertragen, allergische Reaktionen sind nicht bekannt. Die Strahlenbelastung ist gering und schnell wieder abgebaut.

Anschließend werden ca. eine halbe Stunden lang Bilder mit einer Gamma-Kamera aufgenommen. Nach etwa einer  und nochmal nach zwei Stunden werden diese Aufnahmen wiederholt.

Die Untersuchung dauert insgesamt etwa drei Stunden. Während der Wartezeit können Sie die Praxis verlassen.

 

Vorbereitung und danach

Eine spezielle Vorbereitung ist nicht nötig, Sie müssen nicht nüchtern sein und können Ihre Medikamente wie gewohnt einnehmen.

Das Untersuchungsergebnis werden wir schnellstmöglich an Ihren behandelnden Arzt übermitteln. Dieser wird Sie dann zur Besprechung des Ergebnisses und einer eventuellen Therapie kontaktieren.

Wenn Sie weitere Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an!

Wächterlymphknotenszintigraphie

Eine Szintigraphie des Wächterlymphknotens (Sentinel Lymph Node) ist eine nuklearmedizinische Untersuchung, die dazu dient, den Lymphknoten zu finden, der von der Lymphflüssigkeit eines bösartigen Tumors als erster erreicht wird. Dazu wird Ihnen eine geringe Menge einer schwach radioaktiven Substanz verabreicht, die sich in den Lymphbahnen auf dem Weg zum Wächterlymphknoten anreichert und Strahlen aussendet. Diese werden anschließend mit einer Gamma-Kamera als Bild (Szintigramm) aufgenommen, so dass der Wächterlymphknoten lokalisiert werden kann.

Tausende Lymphknoten sind durch Lymphbahnen miteinander verbunden. Sie bilden einen Teil des Abwehrsystems im Körper. Die Lymphknoten sind dabei wie ein Sieb aufgebaut, das Partikel aus dem Lymphstrom filtert. Von einem bösartigen Tumor können sich Tumorzellen lösen und im Lymphstrom mitschwimmen. Diese Zellen werden im ersten Lymphknoten, den sie erreichen, aufgehalten und können sich zu einer Lymphknotenmetastase entwickeln. Dieser erste Lymphknoten wird Wächter-Lymphknoten oder „Sentinel (engl. “Wächter“) genannt. Befinden sich in diesem Lymphknoten Tumorzellen, gibt es mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch weitere Metastasen in der Umgebung. Ist der Wächterlymphknoten jedoch tumorfrei, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass weitere Metastasen vorliegen.

Die Szintigraphie zur Darstellung des Wächterlymphknotens wird vor allem bei Brustkrebs (Mammakarzinom) und schwarzem Hautkrebs (malignes Melanom) durchgeführt. Vor einer Tumoroperation wird dabei der Wächterlymphknoten sichtbar gemacht und für die Entnahme markiert. Wenn sich herausstellt, dass der Wächterlymphknoten tumorfrei ist, kann man davon ausgehen, dass auch alle anderen Lymphknoten gesund sind. Durch die gezielte Entnahme des Wächterlymphknotens bleibt den meisten Patienten die Entfernung gesunder Lymphknoten erspart.

 

Untersuchungsablauf

Die Untersuchung wird in der Regel am Operationstag durchgeführt. Zunächst wird Ihnen eine geringe Menge einer leicht radioaktiven Substanz im Bereich des Tumors injiziert. Ihr Weg durch die Lymphbahnen zum Wächter-Lymphknoten wird mit einer Gamma-Kamera aufgezeichnet, was wenige Minuten dauert. Der erste angeströmte Lymphknoten („der Wächter“) wird auf der Haut des Patienten mit einem Filzstift markiert.

Die verwendeten Substanzen werden sehr gut vertragen, allergische Reaktionen sind nicht bekannt. Die Strahlenbelastung ist gering und schnell wieder abgebaut.

Wenige Stunden später werden Tumor und Wächterlymphknoten operativ entfernt.

 

Vorbereitung und Zeitaufwand

Es ist keine spezielle Vorbereitung nötig, Sie müssen nicht nüchtern sein und können Ihre Medikamente wie gewohnt einnehmen.

Die Untersuchung dauert ca. eineinhalb Stunden.

Wenn Sie weitere Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an!

Speicheldrüsenszintigraphie

Eine Speicheldrüsenszintigraphie ist eine nuklearmedizinische Untersuchung, mit der sich die Funktion der Speicheldrüsen beurteilen lässt. Dazu wird eine schwach radioaktive Substanz verabreicht, die sich in den Speicheldrüsen anreichert und Strahlen aussendet. Diese werden anschließend mit einer Gamma-Kamera als Bild (Szintigramm) aufgenommen.

Mit der Untersuchung können Funktions- und Abflussstörungen der vier großen Kopfspeicheldrüsen (je zwei Ohr- und Unterkieferspeicheldrüsen) festgestellt und Entzündungen oder Speicheldrüsensteine erkannt werden. Sie wird  außerdem zur Diagnose einer Mundtrockenheit (z.B. Sjögrensyndrom) durchgeführt.

 

Untersuchungsablauf

Zunächst wird Ihnen eine geringe Menge einer schwach radioaktiven Substanz injiziert. Die Substanz reichert sich wenig später in den Speicheldrüsen an.

Die verwendeten Substanzen werden sehr gut vertragen, allergische Reaktionen sind nicht bekannt. Die Strahlenbelastung ist gering und schnell wieder abgebaut.

Nach fünfzehn Minuten erhalten Sie etwas Flüssigkeit. Diese sollten Sie bitte zuerst gut im Mund verteilen und anschließend schlucken. Während der Injektion und nach Gabe der Flüssigkeit werden mit einer Gamma-Kamera Bilder der Speicheldrüsen aufgezeichnet.

Die Aufnahmen dauern ca. fünfundzwanzig Minuten.

 

Vorbereitung und danach

Sie sollten bitte eine Stunde vor der Untersuchung nichts mehr essen und nur noch Wasser trinken.

Bitte nehmen Sie am Untersuchungstag keine Speicheldrüsen-Medikamente ein, Ihre anderen Medikamente können Sie wie gewohnt einnehmen.

Die Untersuchung dauert ca. eine Stunde.

Das Untersuchungsergebnis werden wir schnellstmöglich an Ihren behandelnden Arzt übermitteln. Dieser wird Sie dann zur Besprechung des Ergebnisses und einer eventuellen Therapie kontaktieren.

Wenn Sie weitere Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an!

Sonstiges

Außer den ausführlich beschriebenen führen wir auch seltenere Untersuchungen durch.

Dazu zählen:

Blutungsquellensuche

Entzündungsquellensuche (siehe auch PET-CT und Knochenszintigraphie)

Leberszintigraphie

Magenentleerungsszintigraphie

Nebennierenszintigraphie

Ösophagusszintigraphie

Somatostatinrezeptor-Szintigraphie

Speiseröhrenszintigraphie

 

Wenn Sie dazu ausführlichere Informationen wünschen, sprechen Sie uns gerne an!